GrosseArtig – der Blog

Multiple Myeloma Inside!

Die perfekte Erfrischung: Weniger Zucker – mehr Krebs!

Mach dir Freude auf!

Verlockend war das damals für die Damenwelt als sich in der Werbung der Coke Light Mann den Inhalt seiner Cola Dose zu Gemüte geführt hat. Ein toller Mann, dieses Sixpack habe ich nur im Kühlschrank und erst dieses tolle Cola! Auch ein Kracher, wenn wir Männer mit unserer Coke Zero unterm Arm unser Traummädel vor den bösen Schwiegereltern retten und per Hubschrauber in einer riesigen Explosion entkommen – manche Schwiegereltern haben das dann wohl doch nicht verdient.

Keine Flugmittel braucht man nach der Konsumation eines Red Bull und auch der Autor dieser Zeilen gesteht, daß er seit einigen Jahren sowohl zucker- als auch koffeinsüchtig ist.

Ob nun “light”, “diet” oder “zero”. Zuckerersatzstoffe sind seit Ende der 80er Jahre groß in Mode – ihr neuerster Vertreter Stevia ist im Moment in Supermärkten allgegenwärtig.

Aber wieso erzählt der uns was über  Zuckerersatzstoffe?
Was schreibt denn der da schon wieder und wen interessiert denn das?
Ich mache mir meine Dose Coke auf und möchte nicht fett werden – also kein Zucker, hast du gehört du elendiger Schmierfink!

Ok.Ok. Immer ruhig mit den jungen Pferden. Ich komme schon zum Punkt und gehe auch gar nicht näher darauf ein, daß Zuckerersatzstoffe ebenfalls in der Schweinemast eingesetzt werden – es soll sich doch bitte jeder sein eigenes Bild machen, aber ich widme einen Teil des heutigen Eintrages einer topaktuellen Studie zum Zusammenhang mit meiner Lieblingserkrankung:

Trommelwirbel! Ihr Auftritt Mr. Myelom!

Es geht um den Nachweis des Zusammenhanges zwischen dem Zuckerersatzstoff Aspartam und der Entstehung des Myeloms. Die auf Myleom-Erkrankungen spezialisierte Seite http://www.myelomabeacon.com/ hat mich darauf aufmerksam gemacht. Jeder kann die Studie unter http://ajcn.nutrition.org/content/early/2012/10/23/ajcn.111.030833.abstract nachlesen – eine erbauliche Lektüre, die sich am Besten mit einem Glas Diätlimonade herunterspülen lässt. Die Studie bezieht sich übrigens auch auf weitere illustre Bluterkrankungen wie Leukämie und Konsorten.

Lecker also so eine süße Limonade mit einem Schuss karzinogener Zusätze – vom Farbstoff Zuckercoleur beim Cola oder Red Bull gar nicht zu reden – aber wir Verbraucher stehen eben gleich auf die doppelte Dosis Gesundheit! Meine Mutter hat in ihrem Leben wohl weder das eine noch das andere Getränk konsumiert, aber auf diesem Nebenschauplatz liegt  auch ein Puzzlestück für die Zunahme von Krebserkrankungen im Allgemeinen begraben. Zur Krebsernährung und speziellen Diät in einem anderen Eintrag mehr, aber ich kann jetzt schon versprechen, daß man sich auch mit der “richtigen” Ernährung nicht vor Krebs schützen kann – dieser moderne Ablasshandel funktioniert nicht.

Irgendwie schmeckt mir meine Limo jetzt doch nicht mehr so grosseartig!

And now to something completely different: Auch wenn morgen der erste Dezember ist, wollte ich noch einige meiner Gedanken zum 1.11. loswerden:

1. November – Allerheiligen –  kurz darauf Allerseelen. Wir gedenken der Toten bzw wir sollen ihnen an diesen Tagen gedenken.

Schön, daß wir in unserer ewig jungen und unverwüstlichen Spaßgesellschaft (na gut – der Ausdruck ist schon ein wenig antiquiert) wenigstens ein Mal im Jahr Zeit finden sollen, um uns kurz darüber im Klaren zu werden, daß diese Chose hier herunten nicht ewig laufen wird.

Sollte man nicht öfter der Toten gedenken bzw sich ab und an mit seiner eigenen Vergänglichkeit beschäftigen?  Memento mori!

In Mexiko gibt es ja zB den Tag der Toten – Fasching mit einer Message sozusagen.

Natürlich macht es umgekehrt auch keinen Sinn sich ständig mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen – deshalb kommen wir jetzt zu den Lebenden! Und diese benötigen für ein langes und erfülltes Leben leider fast immer die Unterstützung des modernen Gesundheitswesens. Es würde den Umfang dieses Blogs sprengen sich auch nur am Rande mit den politischen Querelen und sonstigen Problemen in diesem Zusammenhang herumzuschlagen, aber so kostbar das Leben und die Gesundheit sind – so schlecht und fahrlässig wird teilweise damit umgegangen – auch von Ärzten! Wir brauchen einen anderen Umgang und Zugang zur Medizin. Der Beruf des Arztes ist nun mal keiner wie viele andere – kein Tischler, kein Pizzabäcker – auch ein Anwalt kann maximal die finanzielle Existenz oder den Mandanten (Frauen begehen in meiner Welt keine Verbrechen) vor dem schweren Kerker retten. Aber Ärzte!  Hier geht es wirklich um etwas. Das kaputte Auto kann man reparieren. Die zerbrochene Glasscheibe austauschen. Den kaputten Mensch kann man noch nicht klonen. Ich habe das subjektive Gefühl, daß die Mediziner und Ärzte großteils nicht aus Berufung diese Tätigkeit ergriffen haben, sondern aus Prestige, monetären Gründen und vielen weiteren Motiven, welche nichts mit dem Patientenheil zu tun haben – ich kenne wohl auch Ausnahmen.

Viele Leute machen ihre Jobs eben ungern, schlampig und mit Widerwillen – das ist wohl als Tatsache zu akzeptieren, aber in der Medizin ist so ein Zugang tragisch und jede kleine Schlampigkeit kann sich fatal auswirken. Der Kopf sollte frei sein für die Patienten – es ist doch auch später noch Zeit für das neue Rennpferd oder die Auswahl des nächsten Hawaii-Urlaubes (ich will übrigens nach Maui!) .Wir brauchen einen Guy Fawkes der Medizin. Jemanden, der sich den Fehlentwicklungen in der Medizin stellt und diese wieder in richtige Bahnen lenkt – remember, remember the First of November!

Das ist natürlich Nörgeln auf hohem Niveau, aber wir bräuchten wirklich einen neuen Weg- eine neue Medizin – das wäre wirklich grosseartig!

Ich möchte diesen Eintrag wieder mal mit einem spannenden Ende abschließen:

Da die Behandlung meiner Mutter bisher gar nicht (in Worten: GAR NICHT) angeschlagen hat, wird nun das Regime geändert. Wir starten mit dem guten alten Contergan und hoffen, daß dieses Zeug anschlägt – Kinder will meine Mutter ja zum Glück keine mehr bekommen.

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One thought on “Die perfekte Erfrischung: Weniger Zucker – mehr Krebs!

  1. Ist schon erschreckend, welche Auswirkungen das Ganze tatsächlich haben kann. Solche Aufklärungen gibt es meiner Meinung nach aber viel zu wenig.

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